Touchpoints: Orte voller Zauber

Waren Sie schon einmal heimlich verliebt? Vielleicht war es jemand, den Sie jeden Tag in der S-Bahn oder im Coffee-Shop sehen. Vielleicht waren Sie Kollegen oder haben den gleichen Bekanntenkreis. Haben Sie Pläne geschmiedet, um diese Person „zufällig“ zu treffen? Haben Sie sie zurückhaltend beobachtet, Freunde nach Informationen befragt, Termine so gelegt, dass Sie keine Begegnung verpassen?

Wie ging es aus? Wie reagierte die Person, der Sie gefallen wollten? Das hängt meist davon ab, wie Sie sich anstellen. Fallen Ihre Bemühungen zu schnell und zu deutlich auf, kann das abschreckend oder beängstigend sein. Sind Sie plump, wird die „Anmache“ Ihres ernsthaften Anliegens nicht gerecht.  Doch schaffen Sie es, langsam und respektvoll Einzug in die Wahrnehmung des Gegenübers zu erhalten, kann das sehr attraktiv wirken. An immer mehr Orten und in immer mehr Situationen sind Sie da und werden wahrgenommen. Ein Zufall? Ihr Gegenüber weiß es nicht, kann aber nicht umhin, sich seinerseits Gedanken über Sie zu machen.

Zahlreiche Hollywoodfilme inszenieren diese verlockend-süße Art des Kennenlernens. Sie ist ein Zauber im sozialen Miteinander, dabei extrem sensibel und verletzlich. Liebesgeschichten, die so beginnen und glücklich enden, erzählen sich immer und immer wieder selbst, sind der Hit auf jeder Hochzeit und berichten von einer Sehnsucht, die zuzugeben nur wenige bereit sind.

Vorhang zu, Szenenwechsel

Stellen Sie sich nun vor, Sie sitzen in einem Meeting mit ihren Kollegen. Die Verkaufszahlen sind mäßig, die Stimmung gelangweilt, die Motivation am Boden. Ihr Chef will eine Lösung für das Problem, einen Plan, wie die Firma noch in fünf Jahren existieren kann. Sie stehen auf und erzählen von der Person, in die Sie heimlich verliebt sind, wie Sie sie beobachten und an wie vielen Orten sie Ihnen begegnen. Sie fragen, wie Sie die Person auf sich aufmerksam machen können – behutsam, respektvoll, ehrlich. Am Höhepunkt der verunsicherten Spannung Ihrer Kollegen sagen Sie – ganz Cineast: „Und nun stellen Sie sich vor, das wäre unser Kunde.“

Was das ist? Ein cooler Auftritt und der Einstieg in eine Strategie, in der Sie die Menschen, die Sie erreichen wollen, und die Orte, an denen sie Ihnen begegnen, mit anderen Augen betrachten. Es geht um Stakeholder und es geht um Touchpoints. Aber bitte, bringen Sie mehr Liebe in das Geschäft!

Über Tanja Beck

Geradlinige Lebensläufe haben ausgedient. Heute zählen Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und die Offenheit, Neues zu erkunden. Ob als Ghostwriter, Content Strategin oder PR/Blogger Relation Managerin: Ich liebe Themenwelten und einen guten Diskurs. Aktuelle Schwerpunkte: Digitale Transformation, Blogger Relation und Ingenieurthemen.

2 Gedanken zu „Touchpoints: Orte voller Zauber

  1. Unser beiden Seelen ticken hier total ident. Es tut gut, dass ich mit dieser Ansicht nicht alleine bin. Es benötigt in der Kundenansprache viel viel mehr Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Liebe. Es berufliches Credo von mir ist: „Ich tue nur das, was ich liebe.“

    Liebe Grüße aus Östererich

    Harald Sturm
    Geschäftsführer
    NGM Next Generation Media
    http://www.nextgenerationmedia.eu

    1. Lieber Harald Sturm,

      herzlichen Dank für Ihr Feedback, das wirklich gut tut! Denn auch ich bin froh, nicht alleine zu sein. :-)

      Mit den besten Grüßen
      Tanja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*